bisherige Ausstellungen

Thomas Ziegler:  Die F.N.-Schlaufe
Ernstes und Heiteres aus dem Leben des fabelhaften Friedrich Nietzsche

MALEREI - INSTALLATION - GRAPHIC NOVEL

22.09.2016 - 29.09.2017

Einladung

Thomas Ziegler: Die F.N.-Schlaufe  -  Band 1 der neuen Schriftenreihe der Friedrich Nietzsche-Stiftung "Betrachtungen"

 

 

Andreas Urs Sommer im Vorwort zum Buch :

Nietzsches Denken verweigert jeden festen Halt. Zieglers Kunst verweigert jeden
festen Halt. So haben sich die beiden früher oder später finden müssen. F. N.’s
Leben, das Ziegler ins Werk setzt, ist eine tollkühn rasende Bild-Text-Achterbahn,
die das historisch verbürgte Personenarsenal – etwa Richard Wagner und Lou
von Salomé, Jacob Burckhardt und Elisabeth Förster-Nietzsche – mit Figuren
aus Märchen und Mythologie, aus Politik und Religion, aus Film und Comic anreichert
– sowie mit Tieren, immer wieder mit Tieren. Die F. N. - Schlaufe ist hinreißend
komisch und hinreißend ernst. Kunst wird hier zur fröhlichsten aller
Wissenschaften, denn sie darf alles, was die akademische Wissenschaft nicht
darf. Indem sie verfremdet, indem sie alle Register des Grotesken und des Burlesken
zieht und gegen das weihevolle Pathos selbsternannter Nietzsche-Jünger
ausspielt, kann sie die so peinlich auf ihre feierliche Würde achtende Wissenschaft
zurückführen – zurückführen zur Philosophie, die stets mit sich selbst im
Unreinen ist, zurückführen zu Nietzsche.

 

Jobst Günther (Bahnitz/Havel):  Nietzsche-Zyklus
 
24.04.2015 - 31.08.2016

Flyer

Anmerkungen des Künstlers zu seinen Arbeiten
Das Material für die Nietzsche-Serie war die "Nietzsche Chronik in Bildern und Texten" (dtv 2000). Was mich daran faszinierte, waren die Spannung und der Zusammenklang von individueller Biographie und Zeitschicksal.
Die kulturelle Problematik des 19. Jahrhunderts wirkt weiter in wesentlichen Motiven bis in die Gegenwart des 21. Jahrhunderts; daher die Aktualität Nietzsches, die Auseinandersetzungen um Werk und Person.
Die Serie hat 28 Blätter. Ich habe diejenigen ausgewählt, die im Medium Fotografie einen ersten Eindruck der malerischen Qualität der Bilder vermitteln können. Die vielfältigen inhaltlichen Bezüge können erst alle 28 Blätter, in den richtigen Konstellationen gehängt, vermitteln.

 

Von April 2014 bis April 2015 fand aus Anlass des 170. Geburtstags von Friedrich Nietzsche das dreiteilige Ausstellungsprojekt „VERSTEHEN ZU VERSTEHEN – Kunst zu Nietzsche und Wittgenstein“ statt. Hans-Peter Klie als Künstlerkurator hat zusammen mit der Kunstwissenschaftlerin Barbara Straka für diese Reihe von drei Einzelpräsentationen noch Martin von Ostrowski und Susanne Pomrehn gewonnen. Es gelingt so, drei sehr unterschiedliche künstlerische Positionen und Perspektiven auf die beiden Philosophen zusammenzuführen. Für jede Ausstellung werden spezielle Arbeiten erschaffen, die sich mit jeweils anderem Fokus auf die Philosophenpersönlichkeiten, auf ihre geistigen Bezugspersonen, den Ausstellungsort und seine Geschichte beziehen - sowie die spezifischen denkerischen Eigenarten und ihr existenzielles Sein thematisieren.

Die künstlerischen Arbeiten werden mit unterschiedlichen Herangehensweisen interdisziplinär begleitet. Einerseits findet parallel zur Ausstellungstrilogie eine Tagung zum Themenfeld „Nietzsche und Wittgenstein“ statt, die internationale Fachphilosophen zusammenführt; andererseits werden die drei Künstler/innen die Komplexität eines imaginären Dialoges zweier Philosophien räumlich inszenieren – teilweise soll dies auch durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit jungen Wissenschaftler/innen des philosophischen Instituts der Technischen Universität Berlin geschehen. So gibt das Projekt Raum für die Begegnung und Auseinandersetzung zwischen Kunst und Wissenschaft - die Stiftung verspricht sich von dem Projekt vor allem neue Impulse über die Fachgrenzen hinaus. Eine spartenübergreifende Podiumsdiskussion im Dezember führt alle Kräfte zusammen und schließt das Projekt mit der Präsentation einer Dokumentation ab. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Nietzsche Stiftung, der Nietzsche Gesellschaft e.V., der Internationalen Ludwig Wittgenstein Gesellschaft e.V. und dem Nietzsche Dokumentationszentrum in Naumburg statt.

Weitere Informationen: www.hans-peter-klie.de/de/aktuelles

Medienpartner:www.hoheluft-magazin.de

Frank Grüttner (Frankfurt (M.):  „Face to Face - Schopenhauer und Nietzsche
im Porträt“

10.10.2013 - 01.04.2014

Thomas Steinert (Leipzig): unterwegs mit Friedrich Nietzsche - Bilder aus einem unveröffentlichten Buch

Die Lebensstationen des Philosophen von 1844—1889 in 60 Fotografien

10.10.2012 - 20.09.2013

Öffnungszeiten:
Dienstag—Freitag 14—17 Uhr
Sonnabend und Sonntag 10—17 Uhr

Josef Filipp Galerie

 

Marjolijn van den Assem (Rotterdam): Seelenbriefe - Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen

14.09.2011 - 30.08.2012

 

"Eine verschneite Seele, der ein Thauwind zuredet..."
Diese Zeilen Friedrich Nietzsches, aufgezeichnet im Jahr 1888, begegneten mir in seinen Nachgelassenen Fragmenten.
Mit der poetischen Schilderung ruft sich Nietzsche seine Sommeraufenthalte im ewigen Schnee von Sils-Maria ins Gedächtnis. Der sommerliche Schnee im Engadin als Kontrast zum Einfluss der mediterranen Kultur im winterlichen Genua haben, davon war er überzeugt, seinem Denken und seiner Arbeit zu größerer Leidenschaft verholfen. Er spürte, wie ihn der Süden körperlich wie seelisch "auftaute", und so nannte er seinen Genueser Stil die "Sprache des Thauwinds". Seine Schriften wurden eine Ode an das Leben – das mediterrane Leben: farbenprächtig, schillernd wie der Süden selbst.
In der Vorrede zur Fröhlichen Wissenschaft beschwört Nietzsche die "muthwillige Zärtlichkeit" und "die Lustbarkeit nach langer Entbehrung und Ohnmacht". Sie wurden zum Sinnbild des geschmeidigen Tanzes seines wiedererstarkten Geistes.

Um selbst vom Tauwind durchdrungen zu werden, bin ich Nietzsches Wege durch Genua und Sils-Maria in Gedanken und zu Fuß nachgegangen. Dabei stieß ich auf zwei grundverschiedene Wasserfälle, die mein Halt wurden.
Nach meinem Projekt Seelenbriefe, an dem ich insgesamt sieben Jahre gearbeitet habe, lege ich in Sgelare mit Zeichnungen, Bildern und dreidimensionalen Arbeiten vorläufig Rechenschaft über meine Deutung der "Sprache des Thauwinds" ab.
Das Buch zeigt eine kleine Auswahl von Arbeiten, die zwischen 2007 und 2010 entstanden sind. Es ist ein Zwischenbericht meiner Wanderung.

Marjolijn van den Assem, 2010
sgelare = tauen, schmelzen, auftauen, zerfließen

 

„Die Stadt als Loft“ - Ausstellung der Entwurfsprojekte der Fakultät für Architektur, RWTH Aachen

 03.03.2012 - 15.03.2012, Vernissage am 02.03.2012 um 19.00 Uhr


Wie viele architektonische Fragestellungen betreffen Orte wie die Stadt Naumburg, wo im Lokalen die global verstrickten Handlungsfäden in ganz ähnlicher Weise zusammenlaufen wie in großen Ballungsräumen, nur: mit anderen Vorzeichen? ArchitekturstudentInnen der RWTH Aachen gehen in der Ausstellung „Die Stadt als Loft“ Naumburg auf die Spur und entwerfen Projekte mit städtebaulichen, architektonischen, wie auch künstlerischen
Inhalten.
Als Entsprechung und Realisierung einer (Anti-)Utopie werden neben den auf Objektivität zielenden Methoden der Bestandsaufnahme und historischen Recherche, subjektive Interpretationen und Haltungen zu den Fakten und urbanen Bedingungen Naumburgs formuliert. In der Ausstellung im Nietzsche Dokumentationszentrum kommen ganz unterschiedliche Formate zum Tragen: Skizzen, Modelle, Videos, Bild-Text-Collagen, Fotografien, sogenannte „Vierdimensionale Tagebücher“ sowie die Entwurfsendabgabe des 2-semestrigen Master-Projekts. Die kommende Architektengeneration stellt sich mit ihrer thematischen Analyse- und Reflexionsarbeit und ihren konkreten Vorschlägen baulicher Maßnahmen den Bürgern und Verantwortlichen der Stadt. Im Sinne von „Die Stadt neu denken“ kann die Ausstellung „Die Stadt als Loft“ verstanden werden, um dem Wagnis
Fortschritt mit entsprechenden Zukunftsplänen und Konzepten einen Schritt näher zu kommen. Von den Ausstellungsbesuchern wird als kleine Gegenleistung eine Reaktion auf die von Aachen kommenden architektonischen Vorzeichen erwartet, gerne in Form einer
Notiz auf den vor Ort ausgelegten Postkarten.

Fakultät für Architektur in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Naumburg und dem Nietzsche Dokumentationszentrum Naumburg

Lehrgebiet für Bauplanung und Baurealisierung: Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Sabine Brück
Lehrstuhl für Bildnerische Gestaltung: Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Thomas Schmitz
Lehr- und Forschungsgebiet Denkmalpflege: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christian Raabe
Ausstellungskonzeption: Hannah Groninger und Mirjam Patz
Wissenschaftliche Mitarbeiter: Anette Essam und Barbara Sandleben

 

 

Edgar Knobloch (Leipzig): Gegend und Gedanke - Zeichnungen

15.10.2010 - 20.08.2011

 

Edgar Knobloch konfrontiert in seinen Arbeiten seine mitteldeutsche Herkunft mit Sehnsuchtsorten der europäischen Kulturgeschichte. Die Flusstäler um Saale und Unstrut kommunizieren dabei mit dem Hochgebirge des Oberengadin aber auch mit Pariser Stadtansichten. Ohne eine vordergründige Illustration zu Texten Friedrich Nietzsches anzustreben zeichnet er die “schöpferischen Landschaften” dieses Denkers nach, der sich zeitlebens als "Guter Europäer" definierte und sich nationalen Verengungen verweigerte.
Knoblochs Motivwahl ist dabei bipolar, profane Gegenstände der Lebenswelt wechseln mit sakralen Themen, mit "heroischen Landschaften". Diese durchdringen sich allerdings in ihrem Ausdruck. Das Zeichnerische ist ihm nicht nur eine künstlerische Ausdrucksform sondern eine Lebenshaltung, zwingt es doch unter möglichster Reduktion der Mittel zu höchster Abstraktion.

Knobloch wurde 1968 in Bad Frankenhausen geboren. Von 1990 bis 1997 studierte er an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle/Saale. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet u.a. mit dem Kunstpreis der Dresdner Bank, dem Kunstpreis der VEAG und dem Max Klinger-Preis der Leipziger Jahresausstellung. Seine Arbeiten befinden sich in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen u.a. in der Kunstsammlung des deutschen Bundestages, im Kupferstichkabinett Dresden, in der grafischen Sammlung der Stiftung Moritzburg Halle (Saale) und im Kupferstichkabinett des Staatlichen Museums Schwerin. Die hier vorliegenden Arbeiten sind anläßlich meherer Arbeitsaufenthalte im Nietzsche-Haus in Sils-Maria (Schweiz) entstanden, in welchem Friedrich Nietzsche in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts seine wichtigsten Werke schuf.

 

Wir auf: www.ausstellungsportal.net